jetzt bin ich wieder hier
frag mich "was ist passiert?"
stell mit bedauern fest,
dass alles unverändert ist
nicht gut und nicht schlecht
möchte am liebsten hier weg
irgendetwas hält mich fest
und ich will, dass es mich loslässt
alles ist wie immer. du beachtest mich nicht, ich tue so, als wäre es mir egal. laufe an dir vorbei und versuche dich nicht anzusehen. nur ein ganz kurzer, unauffälliger blick. ich hoffe, dass du es nicht gemerkt hast. schaue schnell noch einmal nach. du bist beschäftigt, hast sie im arm. ich starre dich an, bis ich es selber bemerke. wende schnell meinen blick ab. steige in den zug ein und setze mich auf den erst besten platz. du nimmst dirkt gegenüber von mir platz, lächelst mich kurz an. ein unbedeutenes lächeln. ich bezweifle, ob du überhaupt wusstest, wen du da mit der kalten geste begrüßt hast. aber mir soll es recht sein. es ist egal, egal, egal. du bist mir egaaaaaal. ich kann nicht aufhören, mich selbst zu belügen.
deine augen leuchten beim erzählen. sie lenken mich von allem ab, ich höre nicht einmal, was du sagst. sehe nur, dass sie auf einmal beginnt zu erzählen. meine blick verfolgt die sanften konturen deiner lächelnen lippen.
plötzlich siehst du mich an. ich fühle mich ertappt, schaue schnell weg, habe nichts mehr, das mich ablenkt, muss ihrer stimme zuhören. halte es nicht aus, würde am liebsten schreien. stecke meine kopfhörer in die ohren, drehe voll auf und höre nichts mehr. nichts, nichts, nichts!



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Man is least himself when he talks in his own person. Give him a mask, and he will tell you the truth.