there are many things i would like to say to you, but i don't know how

woher kommt der hass, der uns verleitet
immer wieder anzugreifen, um jedes bisschen nichts zu streiten?
mit messerscharfen worten stechen wir auf uns ein,
zerschneiden unsere liebe – wir sind hilflos dabei.
"außerdem wollen wir noch einem menschen danken. dafür, dass sie immer für uns da war, so viel hierfür getan hat und dafür, dass es sie gibt!" er deutet auf mich und lächelt entschuldigend. alle fangen an zu klatschen und sofort verzeihe ich ihm.
erst muss ich lachen, dann spüre ich, wie die tränen kommen. ich weiß nicht, warum ich weinen muss, aber es ist nur schwer aufzuhalten. ich verdecke mein gesicht kurz in meinen händen, atme einmal tief ein, dann geht es wieder. ich schaue ihn an und lächel dankbar.
aller streit ist vergessen.

nein. nicht aller.

noch immer klatschen die menschen. ich schaue dich an. du klatscht nicht, schaust mich nur an. kein lächeln, nicht mal ein klitzekleines.
die tränen schießen wieder in meine augen. 
um mich herum wird es laut, sie stehen auf, nehmen ihre jacken, verlassen den großen saal und unser blick verliert sich. 

noch einmal ausatmen. einatmen. ausatmen und los.

"ihr wart super!" ich lächel, drücke die tränen weg, umarme ihn. 
"alles wieder gut?"
"alles wieder gut"
"kommst du demnächst mal wieder?"
"mal sehen..."
"wäre schade, wenn nicht"

"lass mir ein bisschen zeit"

und schon stürmen die nächsten auf ihn zu, umarmen ihn, beglückwünschen ihn zu diesem gelungenen auftriff. er winkt mir noch einmal zu, bevor ich im gedrängel untergehe.

ich beschließe rauszugehen und dich zu suchen. warum, weiß ich noch nicht genau.
erst als ich draußen an der frischen luft stehe, merke ich, wie stickig es drinnen war.
"hey!" ruft mir eine junge frau zu, die ich wohl kennen sollte.
"ehm, hey"
"und, wie war's?"
"die waren klasse"
"ja, nicht? nur das licht war kaputt.."
"das licht?"
"ja, hast du das nicht gemerkt? die eine seite war die ganze vorstellung über rosa!"
sie lacht. da mir fällt wieder ein, dass sie die frau für die technik ist. ich überlege, wie sie heißt, es fällt mir nicht ein und bin dankbar, als deine mutter mich aus dem gespräch rettet.

"sag mal, weißt du, wo mein sohn ist?"
"ehm, nee, den ..." suche ich auch gerade. ich spreche es nicht aus, ich weiß schon nicht mehr, warum ich überhaupt auf die idee gekommen war, er würde mit mir reden wollen.
"ja?"

"ääh, wenn ich ihn sehe, sag ich bescheid, dass sie ihn suchen."
"danke"
sie geht.


ich stehe allein an der straße, nur wenige meter stehen alle meine freunde in einem kreis. ich könnte zu ihnen gehen, aber ich bleibe stehen. warum, weiß ich nicht.

gedankenverloren schaue ich in eine nebenstraße. und auf einmal kommst du auf mich zu. ohne mich anzusehen gehst du an mir vorbei.
plötzlich höre ich mich deinen namen rufen. du drehst dich um, stehst nur wenige meter von mir entfernt. ich könnte flüstern und du würdest mich verstehen.

du schaust mich an. dein blick trifft direkt in mein herz. es tut so weh.

und ich stehe da, ohne etwas zu sagen. wir sehen uns einfach nur an. sonst nichts.

sekunden, minuten, stunden. die welt steht still. die zeit geht verloren.

kann nicht mehr denken. nur ein satz, der in meinem kopf herumschwirrt.
ich vermisse dich. ich vermisse dich. ich vermisse dich. ich vermisse dich. ich vermisse dich...

ich schlucke einmal "deine ... mutter sucht dich" meine stimme bricht
er nickt, dreht sich um, geht, die welt dreht sich weiter, die zeit setzt wieder ein, alles geht auf einmal so schnell. du bist wieder weg. ich stehe immer noch alleine da, habe nichts gesagt und werde nichts sagen.

dabei gibt es noch so viel zu sagen.




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Man is least himself when he talks in his own person. Give him a mask, and he will tell you the truth.