"tut das nicht weh?"
ich schüttel langsam den kopf und lege das messer auf den tisch.
"ich hol dir ein pflaster, du blutest hier ja alles voll!"

mein finger ist blutüberströmt. das rot tropft auf den weißen fußboden herab und bildet eine apfelgroße pfutze. mein graues top ist mit dem blut gesprenkelt. ich schaue auf mich herab. die dunklen punkte könnten sogar gewollt wirken, denke ich, als julia wieder in die küche spaziert kommt. "hier, bitte", sie reicht mir ein pflaster, ein gelbes mit kleinen, bunten blümchen und schnörkeln, "von meiner schwester. pass jetzt besser auf, ja? sie liebt die pflaster. manchmal malt sie sich wunden, nur um sich damit vollkleben zu können.." während julia weiter über ihre schwester redet, schaue ich schweigend aus dem fenster und sehe den vögeln beim fliegen zu.


1 Kommentar:

Man is least himself when he talks in his own person. Give him a mask, and he will tell you the truth.